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Gersheimer Notizen
Das Ende der Welt liegt mitten in Europa

Ein Bisam im Schnee

Bisam im Schnee

Der Bisam ist ein gar nicht so seltenes Tier, nur zu sehen bekommt man ihn nicht sehr oft. Dieses Exemplar hat offenbar Schwierigkeiten, unter dem Schnee genug Futter zu finden. Normalerweise leben Bisame im Wasser, allerdings legen sie bei ihren Wanderungen auch längere Strecken über Land zurück. An Land ist der geschickte Schwimmer eher unbeholfen.

Während die Wiesen im Moment fast vollständig unter Schnee begraben sind, sind einige feuchte Stellen schon fast wieder schneefrei. Es ist also wohl kein Zufall, dass der Bisam ausgerechnet hier anzutreffen ist.

Ob man sich freuen soll, wenn man einen Bisam sieht, ist so eine Sache. Die Art ist nicht wirklich hier heimisch, sie stammt aus Kanada oder Nordamerika. Bisame, die wegen ihres Aussehens auch Bisamratten genannt werden, wurden wegen ihres Pelzes importiert, die heute wild lebenden Exemplare sind Nachkommen geflüchteter Pelzfarmbewohner.

Bisame sind etwa so groß wie Katzen, aber das Aussehen erinnert stark an Ratten. Sie sind aber nur sehr entfernt mit den Ratten verwandt, nähere Verwandte sind die deutlich kleineren Wühlmäuse. Genau wie diese wühlen die Bisame fleißig Gänge in den Boden, bevorzugt in Wassernähe. Ihre Baue haben Eingänge, die am Ufer unterhalb der Wasseroberfläche liegen.

Sie bekommen mehrmals im Jahr Junge, die dann auch wieder die Ufer durchlöchern. Dadurch machen sie sich nicht wirklich beliebt. Da sie hierzulande keine natürlichen Feinde haben, kann man vermuten, dass auch das abgebildete Exemplar über kurz oder lang für Ärger sorgen wird.

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